US-Präsident Donald Trump hat die Wiedereinsetzung einer Seeblockade gegen iranische Häfen angekündigt und zugleich eine 20-prozentige Abgabe auf alle durch die Straße von Hormus transportierten Güter verfügt.
Trump begründete den Schritt über seine Plattform Truth Social. Allen anderen Ländern solle ein „fairer und offener" Zugang zur Meerenge möglich sein, teilte er mit. Die Straße von Hormus sei „offen und wird offen bleiben, mit oder ohne Iran", schrieb er in einem weiteren Post.
Parallel kündigte Trump an, dass die USA fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge aus „Fairnessgründen" Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Das US-Militär werde „die Schiffe Irans oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen", erklärte er laut den verfügbaren Quellen.
Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran, in der Teheran zugesagt hatte, sich „nach besten Kräften" um eine sichere und für 60 Tage gebührenfreie Passage von Handelsschiffen durch die Meerenge zu bemühen. Diese Regelung, die Anfang März im Zuge der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran als Rahmenabkommen getroffen worden war, sah eigentlich die Aufhebung der Seeblockade vor.
Hintergrund: Das Rahmenabkommen vom März
Die Iranische Revolutionsgarde hatte am Wochenende mitgeteilt, dass die Meerenge bis auf weiteres geschlossen bleibe. Laut Daten des Anbieters Kpler passierten am Sonntag lediglich 14 Schiffe die Meerenge – der niedrigste Wert in diesem Monat. Vor Kriegsbeginn durchquerten im Schnitt mehr als 100 Schiffe täglich die Straße von Hormus.
Die Nachricht wurde am 13. Juli 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Auch ZDFheute live berichtete am selben Tag über die unklaren Verhältnisse in der Meerenge, über erneute US-Angriffe auf Dutzende Ziele in Iran und über wachsende Zweifel an einem möglichen Atomdeal.