Mailand, 13 Juli 2026
Anhaltende Trockenheit hat den Wasserstand des Flusses Po in Norditalien laut dem italienischen Verband der Bewässerungs- und Entwässerungsverbände Anbi auf etwa 70 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt sinken lassen, während Bauern, Parmesan-Hersteller und Fischereibetriebe gleichzeitig unter Hitzewellen leiden.
Wassernotstand am Po
Nach Angaben des italienischen Verbands der Bewässerungs- und Entwässerungsverbände Anbi liegt die Wasserführung des Flusses Po nahe der Ortschaft Pontelagoscuro nahe der Stadt Ferrara rund 70 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Bewässerung in dem betroffenen Gebiet wurde eingestellt, um Schäden an den Feldern durch salzhaltiges Wasser zu verhindern.
Die Dürre hat zwar noch nicht das Ausmaß des Rekordsommers 2022 erreicht. Dennoch warnt die Branche, dass nach Angaben der zuständigen Flussgebietsbehörde die verfügbaren Reserven nur noch für etwa eine Woche Bewässerung ausreichen. An der Flussmündung dringt zugleich Meerwasser ins Landesinnere vor. Der sogenannte Salzwasserkeil hat bereits eine Strecke von 20 bis 25 Kilometern zurückgelegt.
