Der Kieler Marineschiffbauer TKMS soll bis zu zwölf U-Boote des Typs 212CD an Kanada liefern, wie der kanadische Premierminister Mark Carney am Montag vor dem NATO-Gipfel in der Türkei bekanntgab.

Der Auftrag hat ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro für die U-Boote samt Service, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eigene Informationen berichtete. Einschließlich Wartung und Betrieb über mehrere Jahrzehnte summiert sich das Gesamtprogramm laut kanadischen Medienberichten auf etwa 100 Milliarden kanadische Dollar, umgerechnet rund 62 Milliarden Euro. Weder die kanadische Regierung noch TKMS machten Angaben zum Auftragsvolumen. Nach Darstellung von TKMS-Chef Oliver Burkhard handelt es sich um den größten Einzelauftrag in der Geschichte des Unternehmens.

Kanada hatte im August 2025 mitgeteilt, dass der milliardenschwere Vertrag entweder an TKMS oder den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean gehen werde. TKMS setzte sich am Ende mit dem deutsch-norwegischen Angebot durch. Premier Carney sprach von der größten militärischen Beschaffung in der Geschichte Kanadas und erklärte, TKMS sei als „bevorzugter Lieferant" ausgewählt worden. Zugleich behielt sich Ottawa vor, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen auf das südkoreanische Modell KSS-III Batch II zurückzugreifen. Konkrete Vertragsverhandlungen zwischen Ottawa und TKMS sind noch nicht abgeschlossen.