Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD lässt den seit Anfang Mai geltenden Tankrabatt über den 30. Juni 2026 hinaus auslaufen, hält sich aber weitere Entlastungen offen, falls die Spritpreise ab Juli deutlich steigen.

Die Fraktionsspitzen von Union und SPD haben sich nach Informationen der "Bild" darauf verständigt, die Senkung der Mineralölsteuer um rund 17 Cent pro Liter nicht über den 30. Juni hinaus zu verlängern. "Wir haben nach langen Beratungen entschieden, dass wir den Tankrabatt wie geplant am 30. Juni auslaufen lassen werden", sagte Unions-Fraktions-Vize Sepp Müller der Zeitung. SPD-Fraktions-Vize Armand Zorn, ebenfalls Leiter der sogenannten Tank-Taskforce, bestätigte die Entscheidung. "Das haben wir versprochen und daran halten wir uns."

Hintergrund: Zwei Monate Entlastung für rund 1,6 Milliarden Euro

Die Koalition begründet das Ausbleiben einer Verlängerung auch mit der Haushaltslage. Müller sagte, neue Schulden für den Tankrabatt aufzunehmen, komme unter den aktuellen Haushaltsbedingungen nicht infrage: "Wir können es uns in der aktuellen Lage nicht leisten, Schulden dafür aufzunehmen." Die seit dem 1. Mai geltende Entlastung kostet den Bund nach Angaben der Bundesregierung rund 1,6 Milliarden Euro.