München, 08 Juni 2026

Das Ifo-Institut hat den seit dem 1. Mai geltenden Tankrabatt analysiert und kritisiert, dass die Entlastung nur teilweise bei den Autofahrern ankommt und zudem die falschen Zielgruppen erreicht.

Das Ifo-Institut in München hat den Tankrabatt einer ersten Bilanz unterzogen. Demnach geben die Mineralölkonzerne den von der Bundesregierung eingeführten Tankrabatt nach Berechnung des Ifo-Instituts zum großen Teil an die Autofahrer weiter. Allerdings bleibt nach den Berechnungen ein erheblicher Teil der Steuermittel bei den Unternehmen hängen, statt an den Zapfsäulen anzukommen.

Die Koalition hatte die Spritsteuer um knapp 17 Cent pro Liter gesenkt. Die Steuersenkung zur Entlastung von den stark gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs soll noch bis Ende Juni gelten. Der Tankrabatt gilt seit dem ersten Mai. Über den gesamten Mai hinweg wurde die Entlastung laut Ifo jedoch nur unvollständig weitergegeben: „Während beim Diesel über den gesamten Mai hinweg durchschnittlich 12 Cent weitergegeben wurden, sind es beim Super E5 16 Cent und bei Super E10 15 Cent pro Liter“, sagte Florian Neumeier, stellvertretender Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft.