Am 7. Juli 2026 ist ein mit Flüssiggas aus Katar beladener Tanker in der Straße von Hormus nahe dem omanischen Küstenort Lima von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden und in Brand geraten, während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende ausgesetzt sind.
Hintergrund des Vorfalls
Das britische Militär und die britische maritime Sicherheitsbehörde UKMTO meldeten den Vorfall rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima. Demnach brach an Bord des Handelsschiffs ein Feuer aus. Verletzt wurde nach den vorliegenden Informationen niemand, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf UKMTO berichtete.
Das iranische Staatsfernsehen erklärte, das Schiff habe zuvor Warnungen missachtet. Demnach war "der mit Flüssiggas aus Katar beladene Tanker angegriffen (worden), nachdem er Warnungen missachtet hatte". Eine offizielle Bestätigung der iranischen Führung gab es zunächst nicht. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben ebenfalls nicht.
Das iranische Militär hatte am vorangegangenen Donnerstag bekräftigt, die Kontrolle über die Meerenge liege allein beim Iran. In einer Erklärung hieß es: "Alle Öltanker und Handelsschiffe seien verpflichtet, ausschließlich die von der Islamischen Republik festgelegte Route zu benutzen." Zugleich warnte die Führung: "Jede Missachtung dieser Vorgabe (...) wird mit einer unverzüglichen und entschlossenen Reaktion der Streitkräfte beantwortet."
Aussagen und Reaktionen
Parallel meldete das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter, die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten mindestens zwei Raketen auf Frachtschiffe abgefeuert. Einer der beiden Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch die Angriffe schwer beschädigt worden. Eine offizielle Reaktion der US-Regierung lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.