Die österreichische Bundesregierung hat am Mittwoch im Ministerrat einen sogenannten Energiepreiskrisenmechanismus beschlossen, der Haushalten und Kleinbetrieben im Fall einer anhaltenden Preiskrise einen Strompreisdeckel von 10 Cent pro Kilowattstunde sichern soll.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) ist nun damit beauftragt, das finale Gesetz auszuarbeiten. Für die Verabschiedung im Nationalrat ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich, womit die Zustimmung entweder der FPÖ oder der Grünen notwendig wird.

Das Modell sieht vor, dass der Arbeitspreis für Haushaltsstrom auf 10 Cent netto pro Kilowattstunde begrenzt wird, sobald eine „anhaltende Preiskrise“ eintritt. Für Unternehmen ist parallel dazu eine einheitliche Förderung pro Kilowattstunde vorgesehen.

So funktioniert der Mechanismus

Eine anhaltende Preiskrise liegt laut den festgelegten Kriterien dann vor, wenn der Haushaltsstrom-Arbeitspreis im Schnitt über drei Monate 16,5 Cent netto pro Kilowattstunde übersteigt und gleichzeitig der Großhandelspreis für Strom über 165 Euro pro Megawattstunde liegt.