Bonn, 30 Juni 2026

Kurz vor dem Ende des Tankrabatts sind die Preise für Benzin und Diesel an deutschen Tankstellen am Mittag deutlich gestiegen, während das Bundeskartellamt die Mineralölbranche vor überhöhten Aufschlägen warnt.

Der sogenannte Tankrabatt, eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um knapp 17 Cent pro Liter, lief in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch um Mitternacht aus. Wie der ADAC mitteilte, verteuerte sich Diesel im bundesweiten Durchschnitt zur Mittagszeit, dem einzigen erlaubten Zeitfenster für Preiserhöhungen, um 24 Cent pro Liter, E10 stieg um 20,3 Cent. „Für Kraftstoffe, die am 1. Juli das Tanklager oder die Raffinerie verlassen, gilt dann wieder die alte und höhere Steuer. Inklusive Mehrwertsteuer macht das 16,7 Cent pro Liter aus“, hieß es beim ADAC.

Preissprung zur Mittagszeit

Bereits vor dem Ende der Maßnahme waren die Preise mehrere Tage in Folge gestiegen. Am Montag hatte Super E10 im Tagesdurchschnitt 1,86 Euro pro Liter gekostet, 1,6 Cent mehr als am Sonntag. Diesel zog sogar um 1,9 Cent auf 1,784 Euro pro Liter an. „Für beide Kraftstoffe war es der sechste Anstieg in Folge“, berichtete der ADAC. Seit dem vorangegangenen Dienstag war E10 damit 4,4 Cent teurer geworden, Diesel 5,3 Cent pro Liter.