Spanien wirft Portugal mit spätem Tor aus der WM – Ronaldos letzte Weltmeisterschaft endet in Dallas
Dallas, 06. Juli 2026
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Kurzfassung
Spanien hat Portugal im Achtelfinale der Fußball-WM 2026 mit 1:0 besiegt und steht damit erstmals seit dem Titel 2010 wieder in einem WM-Viertelfinale. Der eingewechselte Mikel Merino traf in der Nachspielzeit (90.+1) und beendete zugleich die letzte Weltmeisterschaft von Cristiano Ronaldo.
Spanien hat im WM-Achtelfinale in Dallas Portugal mit 1:0 (0:0) besiegt und durch ein Tor des eingewechselten Mikel Merino in der ersten Minute der Nachspielzeit das Viertelfinale erreicht; für den 41 Jahre alten Cristiano Ronaldo war es sein letztes Spiel bei einer Weltmeisterschaft.
Im mit 70.649 Zuschauern ausverkauften Dallas Cowboys Stadium setzte sich die spanische Auswahl am Montagabend (Ortszeit) mit 1:0 gegen Portugal durch. Schiedsrichter Anthony Taylor aus England, der bereits bei den beiden zurückliegenden Europameisterschaften sowie der WM 2022 in Katar Spiele als hauptverantwortlicher Referee geleitet hatte, pfiff die hart umkämpfte Partie, in der beide Mannschaften ohne Niederlage in das Turnier gestartet waren.
Frühe spanische Chancen, glückliches Ende für Portugal vor der Pause
Der „regierende Europameister Spanien" bestimmte von Beginn an die Spielanlage und kam bereits in der 3. Minute durch Mikel Oyarzabal zum ersten Abschluss, den Diogo Costa im portugiesischen Tor parieren konnte. Fünf Minuten später lief Oyarzabal nach einem Steilpass von Dani Olmo allein auf Costa zu, schob den Ball jedoch am langen Pfosten vorbei.
Die größte portugiesische Chance vor der Pause hatte Nuno Mendes in der 41. Minute: Sein Schuss von der Strafraumkante wurde von Pedro Porro unglücklich mit dem Kopf an die eigene Latte gelenkt. Zuvor hatten die Spanier durch Lamine Yamal und Álex Baena in der 16. sowie 17. Minute bereits zwei Doppelchancen herausgespielt, doch Costa parierte beide Schüsse.
Ronaldos leiser Abschied: Nur 16 Ballkontakte, kein Tor
Cristiano Ronaldo, der vor der Partie angekündigt hatte, dass „diese WM wird für Cristiano Ronaldo die letzte sein" werde, hatte über 90 Minuten nur 16 Ballkontakte – die wenigsten aller Starter – und brachte drei Schüsse auf das spanische Tor an. In der 12. Minute prüfte er Unai Simón mit einem Schuss aufs kurze Eck, der baskische Torhüter war jedoch zur Stelle. In der 37. Minute versuchte es der 41-Jährige artistisch per Fallrückzieher nach einem Kopfball von João Félix, brachte aber zu wenig Druck hinter den Ball.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Spanien den Druck, kam jedoch zunächst nur zu Halbchancen: Baena scheiterte in der 65. Minute an Costa, ehe Yamal in der 73. Minute einen direkten Freistoß „per Direkt-Freistoß (73.)" auf das portugiesische Gehäuse setzte. Portugal reagierte und wechselte in der 71. Minute mit Diogo Dalot und Rafael Leão offensive Impulse ein, doch Nuno Mendes musste in der 56. Minute verletzt ausgewechselt werden – „Yamal-Gegenspieler Nuno Mendes muss verletzt raus".
Merinos Goldtor in der Nachspielzeit
Die Entscheidung fiel in der ersten Minute der Nachspielzeit. „Als sich alles schon auf eine Verlängerung einstellte, traf der in der 85. Minute eingewechselte Merino. Das Goldtor in der Nachspielzeit (90.+1) resultierte aus einem Abwehrfehler." Ferran Torres, der in der 75. Minute für Baena ins Spiel gekommen war, hatte den Ball mustergültig auf Merino gespielt. Der frühere Dortmunder, der mittlerweile beim FC Arsenal unter Vertrag steht, schloss präzise ins kurze Eck ab und sorgte für den späten Jubel der Spanier. „Das zuvor letzte WM-Duell 2018 hatte 3:3 geendet, wobei Ronaldo alle drei Portugal-Tore erzielt hatte" – diesmal blieb der portugiesische Kapitän ohne Torerfolg.
In den sechs Minuten Nachspielzeit warfen die Portugiesen noch einmal alles nach vorne, doch João Neves köpfte in der 99. Minute knapp am Pfosten vorbei und Bernardo Silva setzte einen Kopfball in der 96. Minute über die Querlatte. „Bis gestern waren die Portugiesen so was wie ein Angstgegner für die großen Nachbarn", schrieb die Agentur APA, doch am Ende reichte es für den Europameister von 2016 nicht mehr. Portugal-Coach Roberto Martínez sprach anschließend von einem „Fest für den Fußball".
Spaniens Bankspieler als Schlüssel – de la Fuente lobt die Breite des Kaders
Spaniens Trainer Luis de la Fuente, „65 Jahre" alt und seit Jahren für die „Furia Roja" verantwortlich, lobte nach dem Schlusspfiff vor allem die Bankspieler: „Es war ein Spiel zweier sehr starker Teams. Wir haben alles gegeben und sind glücklich, dass wir so weit gekommen sind. Die wichtigen Spieler sind diejenigen, die von der Bank kommen. Zu Merino habe ich gesagt, dass wir so spielen sollten wie immer. Der Beitrag der Spieler von der Bank war meisterhaft, aber das ist das, was wir haben, weil wir 26 Spieler auf sehr hohem Niveau haben." Über den 18-jährigen Lamine Yamal sagte er: „Er liebt genau solche Spiele."
Mit dem 1:0-Erfolg baut Spanien seine beeindruckende Serie aus und „Seit 35 Länderspielen ist der amtierende Europameister ungeschlagen". Torhüter Unai Simón blieb auch im fünften Turnierspiel ohne Gegentor und stellte mit 609 Minuten ohne Gegentreffer einen WM-Rekord auf. Für die Spanier, die „Der regierende Europameister Spanien" sind, geht es nun am Freitag im Viertelfinale in Los Angeles (Anpfiff 21:00 Uhr Ortszeit) gegen den Sieger der Achtelfinalpartie zwischen Gastgeber USA und Belgien weiter.
Generationenduell zwischen Yamal und Ronaldo
Das Duell zwischen Yamal und Ronaldo war als „Generationenduell" angekündigt worden – „Wegen des Altersunterschiedes zwischen Yamal (18) und Ronaldo (41) gilt das Spiel auch als Generationenduell". Der Teenager aus der Jugendakademie des FC Barcelona, dessen Marktwert nach Angaben von Transfermarkt bei 200 Millionen Euro liegt, sagte vor der Partie: „Es ist natürlich eine Ehre, gegen Cristiano zu spielen" und fügte mit Blick auf die weiteren Aufgaben hinzu: „Wir sind Spanien, wir haben vor niemandem Angst."
Das Spiel war gleichzeitig „Im iberischen Derby" zwischen den beiden Nachbarn das 41. Aufeinandertreffen der Fußball-Geschichte. Nach dem Nations-League-Finale 2025, das Portugal im Elfmeterschießen gegen die Mannschaft von de la Fuente gewonnen hatte, schlug Spanien nun zurück. „Im Vorjahr hatten sie der Truppe von Trainerlegende Luis de la Fuente den Nations-League-Titel im Elfmeterschießen weggeschnappt". Der historische Vergleich der beiden Nationen weist 17 spanische Siege, 18 Remis und sechs portugiesische Erfolge auf; „erst im 16. Duell feierte Portugal den ersten Sieg".
Aus im Achtelfinale: Ronaldos Titeltraum ist beendet
Für Cristiano Ronaldo, der nach 233 Einsätzen im Trikot der Seleção bei 146 Toren steht und mit fünf Champions-League-Titeln, fünf Auszeichnungen als FIFA-Weltfußballer des Jahres sowie zahlreichen Ligatiteln in England, Spanien, Italien und Saudi-Arabien zu den erfolgreichsten Spielern der Geschichte zählt, ist der Traum vom WM-Titel nun endgültig geplatzt. Schon vor der Partie hatte der heute 41-Jährige, der am 5. Februar 1985 in Funchal geboren wurde und seit 2023 beim saudi-arabischen Klub Al-Nassr FC unter Vertrag steht, angekündigt: „Wir alle versuchen, den Titeltraum zu verwirklichen."
Spaniens Viertelfinalgegner wird am Dienstag (2:00 Uhr MESZ, live im Ersten und im Stream auf sportschau.de) zwischen den USA und Belgien ermittelt. Sollte die Mannschaft von de la Fuente das Halbfinale erreichen, würde sie nach Dallas zurückkehren, wo das Turnier für sie so glücklich begonnen hat.
Portugal-Coach Roberto Martínez, der katalanische Trainer der „Seleção", hatte zuvor erklärt: „Wir reden hier vom größten Spieler der Geschichte", und auch nach dem Aus fand er versöhnliche Worte. „Es war ein Spiel zweier sehr starker Teams. Wir haben alles gegeben und sind glücklich, dass wir so weit gekommen sind", zitierte die dpa den spanischen Übungsleiter der Portugiesen, ohne den Schmerz seiner Mannschaft zu verhehlen.
Fragen & Antworten
Wer hat das entscheidende Tor im Spiel Spanien gegen Portugal erzielt?
Der eingewechselte Mikel Merino traf in der ersten Minute der Nachspielzeit (90.+1) nach einem Zuspiel von Ferran Torres zum 1:0-Siegtreffer für Spanien.
Wie hat Cristiano Ronaldos letztes WM-Spiel geendet?
Der 41-Jährige absolvierte sein 27. WM-Spiel über die volle Distanz, blieb ohne Torerfolg und schied mit Portugal durch die 0:1-Niederlage gegen Spanien aus dem Turnier aus.
Wie geht es für Spanien im Turnier weiter?
Spanien trifft am Freitag im Viertelfinale in Los Angeles (21:00 Uhr Ortszeit) auf den Sieger der Achtelfinalpartie zwischen Gastgeber USA und Belgien.
Spanien schlägt Portugal 1:0 – Merino beendet Ronaldos | finanz360