Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat in der Regierungsbefragung im Bundestag seiner Kabinettskollegin Katherina Reiche (CDU) vorgeworfen, mit Blick auf die EU-Methanverordnung gegen innerregionale Absprachen verstoßen zu haben.

Wie die dpa berichtet, hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche laut Medienberichten im EU-Ministerrat zugesagt, dass Deutschland eine Aussetzung der EU-Methanverordnung unterstützen werde. Schneider stellte dies am Mittwoch in der Regierungsbefragung des Bundestags in Abrede und warf seiner Kabinettskollegin vor, sich nicht an die innerhalb der Bundesregierung abgestimmte Linie gehalten zu haben.

Hintergrund: Worum geht es bei der EU-Methanverordnung?

Die EU-Methanverordnung soll dazu beitragen, Emissionen des klimaschädlichen Gases Methan aus dem Energiesektor zu reduzieren. Schneider argumentierte, dass die Verordnung weltweit Marktstandards setze und Deutschland seine Nachfragemacht nutzen könne, um Methan aus der Atmosphäre zu entfernen. Wörtlich sagte er: „Wir setzen Standards, Marktstandards in die Welt damit auch, und können unsere Nachfragemacht auch nutzen, um dieses klimaschädliche Gas aus der Atmosphäre zu bekommen."