Nach eskalierenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran ist der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz am Wochenende deutlich gesunken, während gleichzeitig der Ölpreis auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen ist.
Laut dem Finanzdatendienstleister LSEG passierten am Sonntag nur vier Schiffe die Meerenge, verglichen mit acht am Samstag. Seit Donnerstag sei zudem kein einziger LNG-Tanker mehr registriert worden, der die Straße von Hormuz durchquert habe. Mehrere Schiffe schalteten vorübergehend ihre Transponder ab, um ihren Kurs zu verschleiern. Der Seeverkehr durch eine der wichtigsten Energierouten der Welt werde damit erheblich behindert, hieß es in Marktkreisen.
Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit Juni
Die Auswirkungen auf den Ölmarkt ließen nicht lange auf sich warten. Im asiatischen Handel am Montag um 03:00 Uhr MESZ wurde ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im September mit 90,50 US-Dollar (79,16 Euro) gehandelt – ein Anstieg von 2,72 Prozent. Zeitweise überschritt der Preis sogar die Marke von 91 Dollar pro Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni. West Texas Intermediate, die wichtigste US-Ölsorte, legte um 2,39 Prozent auf 84,46 Dollar zu.
