In der russisch besetzten ukrainischen Region Luhansk ist die Ausgabe von Benzin und Diesel an die Bevölkerung auf maximal 20 Liter pro Person begrenzt worden, während Russland erstmals auch Kerosin-Exporte vorübergehend verbietet.
Hintergrund: Kraftstoffversorgung in den besetzten Gebieten
Die Beschränkungen in Luhansk gelten nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass, die sich auf die Besatzungsbehörden beruft. Demnach dürfen Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Luhansk höchstens 20 Liter der Sorten AI-95 (entspricht in etwa europäischem Super) und AI-92 (entspricht Normal) sowie Diesel pro Person tanken. Die Maßnahme ist demnach befristet.
Als Begründung für die Rationierung nannten die Besatzungsbehörden die "derzeitigen Vorräten und einer gestiegenen Kraftstoffnachfrage in den vergangenen Tagen". Eine offizielle Erklärung darüber, was den Anstieg der Nachfrage ausgelöst hat, wurde nicht veröffentlicht. Beobachterinnen und Beobachter werten die Engpässe als Folge der ukrainischen Drohnenangriffe auf die russische Ölindustrie.
