Die russische Regierung hat am 1. Juni 2026 ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November erlassen, um auf Produktionsausfälle durch ukrainische Drohnenangriffe zu reagieren.

Das Exportverbot betrifft vor allem Lieferungen in die zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Usbekistan, die zu den Hauptabnehmern von russischem Kerosin gehören.

Bereits in der Vorwoche hatte der Kreml den Export von Benzin eingeschränkt. Zudem werde derzeit geprüft, ob auch die Ausfuhr von Diesel begrenzt werden müsse, hieß es aus Regierungskreisen.

Das Ziel der Maßnahme sei es, die Stabilität auf dem heimischen Treibstoffmarkt zu gewährleisten, erklärte der Kreml. Die Versorgung der russischen Streitkräfte und der zivilen Luftfahrt soll nicht gefährdet werden.

Drohnenangriffe als Auslöser

Hintergrund sind verstärkte ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Öldepots. Am vergangenen Wochenende griff die ukrainische Armee nach eigenen Angaben Ölanlagen in mehreren Regionen Russlands an.