Die Bundesregierung sieht beim Drogenbeauftragten Hendrik Streeck (CDU) trotz einer Leihmutterschaft im US-Bundesstaat Idaho keine Frage der politischen Glaubwürdigkeit und zieht keine Konsequenzen.

Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte am Montag in Berlin, es gebe bei Hendrik Streeck keine Zweifel an seiner politischen Zuverlässigkeit. Begründung: Streeck habe keine politischen Forderungen vertreten, die im Widerspruch zu seiner persönlichen Lebensführung stünden. "Herr Streeck hat keine politischen Forderungen vertreten, die seiner persönlichen Lebensführung entgegenstehen. Das heißt, es gibt bei ihm keine Frage der politischen Glaubwürdigkeit", sagte Kornelius wörtlich.

Hintergrund: Geburt in den USA

Hintergrund ist die Debatte um die Vaterschaft des CDU-Bundestagsabgeordneten. Nach Angaben des Magazins "Bunte" wurde der Sohn von Streeck und seinem Ehemann Paul Zubeil im US-Bundesstaat Idaho geboren. Mitte April hatten Streeck und Zubeil öffentlich gemacht, dass sie Eltern eines Sohnes geworden sind.