Wien, 08 Juli 2026

Die Reformpartnerschaft von Neos, SPÖ und ÖVP hat vergangene Woche ihre Ergebnisse präsentiert; für Teile der Vorhaben braucht die Koalition nun die Grünen als Partner für eine Zweidrittelmehrheit.

"Das ist kein großer Wurf." So lautete der Tenor, als in der Vorwoche die Ergebnisse der Reformpartnerschaft präsentiert wurden. Die Koalition aus Neos, SPÖ und ÖVP hat damit ein Vorhaben auf die Schiene gebracht, das seit dem Scheitern der ersten Verhandlungsrunde im Jänner 2025 auf Eis lag. Damals waren es die Neos selbst, die die Gespräche für eine Dreierkoalition hatten platzen lassen, weil sie bei SPÖ und ÖVP "keinerlei Reformbereitschaft erkennen konnten".

Der größte Erklärungsbedarf liegt nach Ansicht von Beobachtern nun bei den Neos, pochen doch gerade sie "seit ihrer Gründung auf tiefgreifende Neustrukturierungen in Verwaltung, Bildung und Gesundheit". Mit Christoph Wiederkehr stellen die Neos auch den zuständigen Minister für Bildung. In den Verhandlungen sei man "weit über die Ziele im Regierungsprogramm hinausgegangen, wenn es um die Auflösung des Kompetenzenwirrwarrs bei Steuerung und Finanzierung" gehe, heißt es aus dem Bundeskanzleramt.