Vor dem Landgericht Darmstadt hat am Donnerstag der Mordprozess gegen einen 57-jährigen Mann aus Heppenheim begonnen, der seine 34-jährige Ex-Frau im August 2025 erstochen haben soll.

Anklage: Trennung nicht akzeptiert

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Trennung nicht akzeptiert und seine ehemalige Ehefrau am Abend des 31. August 2025 im Treppenhaus vor der gemeinsamen Wohnung mit einem Messer getötet zu haben. Die Frau erlag unterwegs ins Krankenhaus ihren schweren Stich- und Schnittverletzungen, von denen ein Dutzend gezählt wurde und von denen eine das Herz tödlich verletzte. Der Angeklagte besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und war zum Tatzeitpunkt arbeitslos.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebten der Angeklagte, seine Frau und die beiden gemeinsamen Kinder – eine 12-jährige Tochter und ein 9-jähriger Sohn – trotz der Ende April 2025 vollzogenen Scheidung weiterhin in der Heppenheimer Wohnung zusammen, da die Frau keine eigene Bleibe gefunden hatte. Die Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad war zwischen den Eltern aufgeteilt: Die Frau schlief mit der Tochter im Schlafzimmer, der Mann mit dem Sohn im Wohnzimmer.