Im Landgericht Magdeburg hat die Generalstaatsanwaltschaft am 34. Verhandlungstag im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt vom 20. Dezember 2024 eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten Taleb A. gefordert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Saudi-Arabien unter anderem sechsfachen vollendeten Mord und 338-fachen versuchten Mord vor. Bei dem Anschlag am 20. Dezember 2024 waren sechs Menschen getötet worden – fünf Frauen und ein neunjähriger Junge. Zudem wurden nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft mehr als 300 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer.

Anklage und Forderung der Staatsanwaltschaft

Oberstaatsanwalt Böttcher erklärte in seinem Plädoyer, die Tat sprenge jede menschlich begreifbare Dimension. Wörtlich sagte er: „Es sei unbeschreiblich, welches Leid der Angeklagte aus rein persönlichen Motiven über viele Menschen und Familien gebracht habe." Laut Anklage hatte der damalige 50-jährige Taleb Al-Abdulmohsen ein mehr als zwei Tonnen schweres Fahrzeug mit 340 PS rund 350 Meter weit über den Weihnachtsmarkt gesteuert.