Salzburg, 01 Juli 2026

Ein 70-Jähriger hat sich am Mittwoch wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes am Landesgericht Salzburg vor den Geschworenen verantworten müssen; er soll seine Ex-Frau am 12. Jänner 2026 in deren Wohnhaus im Flachgau mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser dreimal in den Oberkörper- und Kniebereich gestochen und lebensbedrohlich verletzt haben.

Im Eröffnungsplädoyer skizzierte die Staatsanwältin das Leben des Beschuldigten. Sie sprach vom „bisherige[n] Leben des unbescholtenen Akademikers, der Psychologie studiert hat“ und warf dem Mann einen versuchten Femizid „aufgrund einer gescheiterten Beziehung“ vor. Demnach war der Angeklagte mit dem späteren Opfer verheiratet; aus der Ehe stammt ein gemeinsamer Sohn. Im Jahr 1986 wurde die Ehe geschieden.

Hintergrund der Beziehung

Wie aus der Verhandlung hervorging, kaufte die Ex-Frau im Jahr 2013 gemeinsam mit dem Sohn ein Haus. Der Angeklagte sei damals eingezogen, um Renovierungsarbeiten zu erledigen. „Aus den geplanten drei Monaten sind allerdings ‚mehrere Jahre geworden‘“, hieß es vor Gericht. 2022 sei der Mann auf Wunsch der Ex-Frau wieder ausgezogen.