Salzburg, 01 Juli 2026

Ein 70-Jähriger hat sich am Mittwoch am Landesgericht Salzburg wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes an seiner Ex-Frau verantworten müssen, der er im Jänner 2026 drei Stiche mit einem Küchenmesser in den Oberkörper- und Kniebereich zugefügt haben soll.

Laut Anklage griff der Mann seine Ex-Frau in deren Wohnhaus im Flachgau mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von 20 Zentimetern an und fügte ihr drei Stiche im Oberkörper- und Kniebereich zu. Die Verletzungen waren laut Staatsanwaltschaft lebensbedrohlich. Nur durch die Flucht der Frau sei der Beschuldigte von weiteren Stichen abgehalten worden, „sonst wäre sie vielleicht nicht mehr am Leben“, sagte die Staatsanwältin.

Schilderung der Ex-Frau

Die Ex-Frau schilderte im Prozess, der Angeklagte sei mit dem Messer vor ihr gestanden. „Er sagte, er will aus dem Leben scheiden, und vorher bringt er mich um, weil ich seinen Sohn weggenommen habe.“ Für sie sei klar gewesen, dass sie jetzt nichts mehr tun könne. Sie habe noch den Sohn angerufen, da habe er gesagt, „ich will dich mitnehmen“. „Es war klar für mich, dass er mich umbringen will.“ Es sei alles so schnell gegangen. Die Frau wurde nach den Messerstichen im Krankenhaus operiert und befindet sich seither in Psychotherapie.