Vor dem Berliner Landgericht hat ein Prozess gegen zwei Sexarbeiterinnen begonnen, die einem Mann in einem Dominastudio in Berlin-Charlottenburg ein Lokalanästhetikum verabreicht haben sollen, woraufhin der Gast kollabierte und starb.

Die 41 und 42 Jahre alten Frauen müssen sich wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft handelten sie „grob sorgfaltswidrig" und ließen außer Acht, dass die intravenöse Verabreichung des Mittels in der festgestellten Menge „erhebliche Risiken für die Gesundheit und das Leben des Mannes barg".

Die Staatsanwaltschaft wirft den Frauen vor, in Kenntnis der Risiken gehandelt zu haben. Die Anklage legt zudem dar, dass die Verabreichung des Betäubungsmittels zuvor mit dem Gast abgesprochen worden sei. „wie mit ihm zuvor vereinbart, heißt es in der Anklage".