Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat die geplante Streamingabgabe von 12 Prozent scharf kritisiert und warnt vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Branche.

Hintergrund

Die österreichische Regierung plant eine Abgabe auf Streaming-Dienste, die aus einer fixen Abgabe von 7 Prozent und einer zusätzlichen Investitionsverpflichtung von 5 Prozent besteht. Die Einnahmen sollen an das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport fließen, um die heimische Filmproduktion zu fördern.

Die Abgabe würde hauptsächlich inländische TV-Sender und On-Demand-Dienste betreffen, während der ORF davon ausgenommen wäre. Internationale Anbieter, die in Österreich Umsätze erzielen, ohne hier signifikante Wertschöpfung zu generieren, wären hingegen nicht betroffen.

Kritik der Privatsender

Der VÖP bezeichnet die geplante Abgabe als existenzbedrohend für private TV-Sender und audiovisuelle On-Demand-Dienste. "Die wirtschaftliche Situation der privaten Medienunternehmen ist bereits existenzbedrohend", heißt es in einer Stellungnahme. Der Verband warnt vor einer zusätzlichen Belastung von mehr als 20 Millionen Euro und Jobverlusten im dreistelligen Bereich.