In der Präsidialkonferenz des österreichischen Nationalrats hat am Mittwoch keine Fraktion verpflichtende Sicherheitsüberprüfungen für Parlamentsmitarbeiter unterstützt, gleichzeitig wurde die anhaltende Verwendung des Begriffs „Remigration" durch die FPÖ als demokratie- und verfassungsfeindlich kritisiert.

Die Präsidialkonferenz des österreichischen Nationalrats ist am Mittwoch zusammengetreten, um über zwei kontroverse Punkte zu beraten: mögliche Sicherheitsüberprüfungen für Parlamentsmitarbeiter sowie den wiederholten Gebrauch des Begriffs „Remigration" durch Abgeordnete der FPÖ. Am Ende der Sitzung sprach sich keine Fraktion für verpflichtende Überprüfungen aus. Das Gremium besteht aus den drei Nationalratspräsidenten sowie den Klubobleuten aller Parlamentsfraktionen und dient als beratendes Organ zur Einhaltung der Geschäftsordnung.

Der Anstoß für die Debatte über Sicherheitsüberprüfungen kam von Staatssekretär Jörg Leichtfried, der ein Screening jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorgeschlagen hatte, die Zugang zu sensiblen Ausschüssen haben. Hintergrund ist ein Befund des heimischen Verfassungsschutzes, demzufolge vier Parlamentsmitarbeiter der FPÖ Verbindungen zur identitären Bewegung aufweisen. Die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) erklärte nach der Präsidiale, die Freiheitliche Partei trage Verantwortung dafür, dass keine Verfassungsfeinde im Parlament aktiv seien.