Das österreichische Verkehrsministerium hat diese Woche den neuen Verkehrsstrafenkatalog veröffentlicht, der am 1. Jänner in Kraft tritt und die Strafen für Anonymverfügungen erstmals bundesweit vereinheitlicht.
Mit der neuen Verordnung werden die bisher teils unterschiedlichen Strafhöhen in den einzelnen Bundesländern angeglichen. „Diese wurden nun angepasst und vereinheitlicht“, heißt es aus dem Ministerium. Der Erlass war seit Jahren gefordert worden: „Die bundesweite Harmonisierung wurde seit Jahren gefordert." Die bundesweit einheitlichen Sätze gelten unabhängig davon, in welchem Bundesland der Verstoß begangen wird.
Kritik des ÖAMTC an der Höhe der Erhöhungen
Laut einer Aussendung des Mobilitätsclubs ÖAMTC fallen die Erhöhungen deutlich aus: „Im Schnitt würden sämtliche Verkehrsstrafen um 50 Prozent erhöht." Damit liege die Anhebung deutlich über der aktuellen Inflationsrate. Der Club begrüßte den Harmonisierungsschritt, übte aber zugleich Kritik an den starken Straferhöhungen.
