Wien, 10 Juni 2026
Die österreichische Bundesregierung will die Strafen für schwere Tempoverstöße deutlich erhöhen und die Verkehrsstrafen ab 2027 in allen Bundesländern vereinheitlichen.
Höhere Strafen bei schweren Tempoverstößen
Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) kündigte am Mittwoch eine entsprechende Novelle der Straßenverkehrsordnung sowie eine Anpassung der Anonymverfügungen an, die in Begutachtung geschickt wurde. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die präventive Wirkung von Strafen zu verstärken, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Bereits seit Jahren wird eine Harmonisierung der Strafhöhen zwischen den Bundesländern gefordert; derzeit gibt es in den einzelnen Bundesländern teils unterschiedliche Strafhöhen.
Konkret sollen die Strafen bei schweren Tempoverstößen angehoben werden. Wer mehr als 30 km/h zu schnell fährt, soll künftig mit 200 bis 5.000 Euro statt bisher 150 bis 5.000 Euro rechnen müssen. Bei mehr als 40 km/h zu viel im Ortsgebiet oder mehr als 50 km/h außerhalb des Ortsgebiets soll der Strafrahmen von bisher 300 bis 5.000 Euro auf künftig 400 bis 6.000 Euro steigen.
