Die österreichische Koalitionsregierung hat am Montag einen Entwurf für ein neues Glücksspielgesetz in die Begutachtung geschickt, der das bisherige Online-Monopol beendet, Entschädigungen für mehr als 20.000 klagende Spieler vorsieht und mit einem zentralen Sperr-Register den Spielerschutz stärken soll.

Nach heftigem Gezerre hat die Koalition das überfällige neue Glücksspielgesetz auf die Reihe gebracht. Der Entwurf, den die Parlamentsklubs am Montag veröffentlichten, gilt den Regierungsparteien als „größte Reform des Glücksspielgesetzes seit 26 Jahren“. Er soll im Juli vom Ministerrat beschlossen und im Herbst im Nationalrat verabschiedet werden.

Bisher durfte in Österreich nur ein einziger Anbieter Online-Glücksspiel betreiben: Win2Day, eine Marke der Österreichischen Lotterien, die mehrheitlich den Casinos Austria gehört. Daneben bieten Dutzende Online-Anbieter wie William Hill oder Mr. Green ihre Spiele in Österreich an, viele von ihnen mit Lizenz in Malta. Krainer sagte, die Regierung bringe Ordnung in einen Markt, „der in den letzten Jahren immer grauer und schwärzer geworden ist“.