Auf der dänischen Ostseeinsel Anholt haben Expertinnen und Experten die Obduktion des seit Wochen an der Küste liegenden Buckelwals Timmy in der Nacht zu Freitag abgeschlossen, ohne dass sich eine eindeutige Todesursache feststellen ließ.

Der Kadaver des Tieres, das zuvor wochenlang an der Küste der Ferieninsel getrieben hatte, war am späten Donnerstagnachmittag von einem Team aus Spezialistinnen und Spezialisten in Schutzanzügen untersucht worden. Wie der Veterinär Tim Jensen von der Universität Kopenhagen berichtete, wurden im Maul und im Magen des Tieres keine Netze oder andere Fremdkörper gefunden. Die Biologin Charlotte Bie Thøstesen erklärte gegenüber Reporterinnen und Reportern, es sei keine Verletzung erkennbar gewesen – dies könne jedoch an der bereits weit fortgeschrittenen Verwesung liegen.

Untersuchung am Strand von Anholt

Die Obduktion des Buckelwals, der Medienberichten zufolge zuvor als junges Männchen eingeschätzt worden war, dauerte insgesamt mehrere Stunden. Beim Öffnen des Tieres bestätigte sich, dass es sich um ein Weibchen handelt: Im Körper wurde die Gebärmutter entdeckt. Auch wenn der Name Timmy anderes vermuten ließ, sei das Tier weiblich, hieß es. Es habe in den letzten Monaten auch keine Trächtigkeit bestanden.

Bei der Untersuchung wurden nach Angaben des Expertenteams unter anderem Gewebeproben aus Nieren und Leber entnommen. Mit ersten Ergebnissen aus den Laboranalysen sei erst in den kommenden Monaten zu rechnen, sagte Tim Jensen, der zur Universität Kopenhagen gehört. Es sei oft sehr schwer, bei Kadavern wie diesem eine klare Todesursache festzustellen, so der Veterinär wörtlich. Auch die im Tier gefundenen Parasiten seien nicht todesursächlich gewesen.