Anholt, 04 Juni 2026

Veterinäre und Walforscher obduzieren am Donnerstagnachmittag auf der dänischen Insel Anholt den Kadaver des Buckelwals Timmy, der seit rund zwei Wochen tot im flachen Wasser vor der Insel gelegen hatte.

Der tote Meeressäuger war über das Wochenende mit schwerem Gerät an den Strand der dänischen Ostseeinsel gezogen worden, nachdem er zuvor zwei Wochen lang im flachen Wasser vor Anholt getrieben hatte. Ein Radlader hatte den Sand rund um den Kadaver geebnet, Metallplatten wurden ausgelegt und Container aufgestellt, um den Ort für die Untersuchung vorzubereiten. Der Kadaver hinterließ beim Verbringen an Land eine tiefe Furche im Sand.

Bereits Anfang März war das Tier, das nach seinem ersten Strandungsort Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein den Spitznamen Timmy erhalten hatte, entlang der deutschen Ostseeküste aufgefallen und mehrfach gestrandet. Am 31. März strandete der Buckelwal endgültig vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht in Mecklenburg-Vorpommern, woraufhin eine großangelegte Rettungsaktion startete. In einer Barkasse wurde der Wal in Richtung Nordsee geschleppt und am 2. Mai freigelassen – doch nur zwei Wochen später bestätigte sich sein Tod.