Wenige Tage nach einer spektakulären, aber gescheiterten Rettungsaktion wird der Kadaver des Buckelwals 'Timmy' am Donnerstag auf der dänischen Insel Anholt öffentlich obduziert.

Die gescheiterte Rettung

Der tote Wal war vor der Ostseeinsel Poel gestrandet und von einer privaten Initiative unter der Leitung des US-Walexperten Jeffrey Foster vom Whale Sanctuary Project in die Nordsee geschleppt worden. Die Aktion wurde von der Geldgeberin Karin Walter-Mommert finanziert. Nach seiner Freilassung trieb der Kadaver jedoch Tage später wieder vor der dänischen Küste.

Die dänischen Behörden identifizierten das Tier als 'Timmy', auch 'Hope' genannt. Der Kadaver war mehr als zwei Wochen im Wasser vor der Ferieninsel Anholt getrieben, bevor er nun geborgen wurde. Ein Fahrzeug zog den stark aufgeblähten Walkadaver mit einem Seil aus dem flachen Wasser auf den Strand und hinterließ eine tiefe Furche im Sand.

Morten Abildstrøm von der dänischen Naturbehörde bestätigte, dass die etwa zweistündige Bergung planmäßig verlief. "Alles ist nach Plan verlaufen", sagte er. Die Behörde hatte zuvor Schaulustige und Badende eindringlich davor gewarnt, sich dem Tier wegen der Infektionsgefahr zu nähern. Um den stark verwesenden Kadaver wurde ein Absperrband in wenigen Metern Abstand errichtet.