Die Obduktion des auf der dänischen Ostseeinsel Anholt gestrandeten Buckelwals Timmy ist am späten Donnerstagabend von einem Spezialistenteam abgeschlossen worden, ohne dass eine eindeutige Todesursache festgestellt werden konnte.

Ablauf der Obduktion auf Anholt

Der weibliche Buckelwal, der unter dem Namen Timmy bekannt geworden war, war bereits seit etwa drei Wochen tot an den Strand der Kattegat-Insel Anholt gespült worden, bevor die Expertinnen und Experten am Donnerstagnachmittag mit der Obduktion begannen. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt bereits stark verwest, aufgebläht durch Zersetzungsgase und von Möwen zerpickt. Das Expertenteam trug Schutzanzüge, untersuchte und vermaß den gelblich-bräunlichen Kadaver zunächst, bevor es mit einem langen Messer die Bauchdecke öffnete, um die Gase entweichen zu lassen.

Über mehrere Stunden hinweg zerteilten die Fachleute den Wal Stück für Stück und Organ für Organ. Dabei lagen zeitweise Organe und Eingeweide rund um das Tier auf dem Sand. Ein Bagger hob Teile des Kadavers in vorbereitete Container. Am Ende blieben vom Tier nur noch Knochen und Teile mit Hautresten übrig, wie aus den Berichten hervorgeht.