Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Reform der Pflegeversicherung treffen in Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern auf breiten politischen Widerstand, auch aus den eigenen Reihen der Regierungskoalition.

Die Bundesregierung hat am Donnerstag einen Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeversicherung vorgelegt. Das Vorhaben sieht auf der einen Seite höhere Belastungen für Gutverdiener, Kinderlose und Minijobber vor, auf der anderen Seite sollen Leistungen gekürzt oder schwerer zugänglich werden. So sollen die Voraussetzungen für die Einstufung in einen Pflegegrad steigen und die Pflegekassen künftig niedrigere Beiträge für pflegende Angehörige zahlen. Der Beitragssatz für Kinderlose soll auf 4,3 Prozent steigen, die kostenfreie Mitversicherung von Ehepartnern soll eingeschränkt werden.

Die Kernpunkte des Entwurfs

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums droht der Pflegeversicherung in den kommenden zwei Jahren ein Defizit von 22,5 Milliarden Euro. Der Entwurf zielt darauf ab, die Ausgaben zu senken und die Einnahmen zu erhöhen, um milliardenschwere Lücken zu schließen und allgemeine Beitragssteigerungen zu vermeiden.