Das niedersächsische Umweltministerium hat am Mittwoch die geplante Zusammenarbeit der Brennelemente-Fabrik in Lingen mit dem russischen Atomkonzern Rosatom atomrechtlich genehmigt; Umweltminister Christian Meyer (Grüne) kritisierte die Entscheidung als „grundfalsch".
Hintergrund der Genehmigung
Die Genehmigung wurde am Tag der Veröffentlichung des Berichts erteilt und erfolgt nach Angaben des Bundesumweltministeriums unter strengen Auflagen. Das Bundesumweltministerium teilte am Mittwoch mit, dass es die Kooperation mit einem russischen Staatskonzern kritisch sehe, verwies aber zugleich darauf: „Das geeignete Instrument, damit umzugehen, ist jedoch nicht das Atomrecht, sondern es wären EU-weite Sanktionen auch für den Nuklearbereich".
In Lingen soll die Brennelemente-Fabrik des Unternehmens Advanced Nuclear Fuels (ANF) so erweitert werden, dass dort künftig Brennstäbe für Reaktoren russischer Bauart hergestellt werden können. „Einen entsprechenden Antrag hat ANF laut Umweltministerium bereits im Jahr 2022 eingereicht", heißt es aus dem Ministerium. ANF ist eine Tochtergesellschaft des französischen Unternehmens Framatome.
