Wien, 29 Juni 2026
Eine Studie des Complexity Science Hub (CSH) und der ETH Zürich kommt zu dem Schluss, dass das Wachstum großer Städte bis zum Jahr 2100 schwächer ausfallen wird als bisherige Prognosen annehmen.
Zwischen 1975 und 2025 sei die Bevölkerung in Städten mit mehr als einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern weltweit von rund elf auf etwa 24 Prozent gestiegen, berichten die Forschenden um Andrea Musso, Diego Rybski, Dirk Helbing und Frank Neffke. Bis Ende des Jahrhunderts werde dieser Anteil voraussichtlich auf etwa 38 Prozent wachsen.
Wirtschaftliche Effekte großer Städte
Die im Fachjournal PNAS veröffentlichte Analyse stützt sich auf Satelliten- und Meldedaten zur Urbanisierung in zahlreichen Ländern zwischen 1975 und 2025. Im Vergleich zu einer einfachen Extrapolation aktueller Trends bedeutet das: 450 Millionen Menschen weniger als bisher prognostiziert leben demnach 2100 in Millionenstädten – ein Unterschied von vier Prozentpunkten.
