Der NEOS-Nationalratsabgeordnete Veit Dengler fordert in einem Positionspapier, die jährliche Parteienförderung auf 100 Millionen Euro zu deckeln und damit in etwa zu halbieren.
Reformvorschläge im Detail
Der Vorschlag des liberalen Mandatars sieht vor, sämtliche Ebenen – also Bund, Länder, Gemeinden und die parteinahen Akademien – unter einen gemeinsamen Deckel von 100 Millionen Euro pro Jahr zu stellen. Hinzu kommen nach seiner Darstellung Subventionen für die Parlamentsklubs in den Kammern, etwa der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer. In Summe würden die Parteien damit laut Denglers Berechnung noch rund 130 Millionen Euro erhalten, also rund die Hälfte der derzeit offiziell ausgewiesenen Parteienförderung von etwa 260 Millionen Euro.
NEOS hatte die Forderung nach einer Halbierung der Parteienförderung bereits im Wahlkampf erhoben. Dengler wiederholt sie nun in seinem schriftlichen Entwurf und verbindet sie mit konkreten Reformvorschlägen zur Transparenz. Es brauche "ein einheitliches Meldewesen per Gesetz, Offenlegungspflichten auch für Vorfeldorganisationen und Kammern", heißt es in dem Papier. Damit soll die Nachvollziehbarkeit von Geldflüssen an und innerhalb von Parteien verbessert werden.
