Der Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig (SPD) hat den Volkswagen-Konzern aufgefordert, offen darzulegen, welche Pläne für den Audi-Standort Neckarsulm bestehen, während Medienberichte über mögliche Werkschließungen die Region verunsichern.
Hertwig sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), es müsse offen auf den Tisch, welche Überlegungen es gebe, welche Alternativen geprüft würden und welche Rolle der Standort künftig im Konzern spielen könne. Besonders bedrückend sei, dass es nach wie vor keine klare Äußerung von Aufsichtsrat und Vorstand des VW-Konzerns gebe, wie deren Planungen für Neckarsulm aussehen. Man werde alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Standort zu retten und dabei zu unterstützen, ihn zukunftsfest zu machen.
Der Oberbürgermeister steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit Audi-Chef Gernot Döllner. Hertwig betonte, eine Schließung hätte massivste Auswirkungen auf die Stadt und die Region - nicht nur auf die Beschäftigten und ihre Familien, sondern auf Zulieferer, Dienstleister, Handwerker und viele andere Bereiche. Der IT-Dienstleister Bechtle hat ebenfalls seinen Sitz in Neckarsulm und wäre von den Folgen mitbetroffen.
