Der Insektenexperte Martin Lödl vom Naturhistorischen Museum Wien hält einen starken Wespensommer in Österreich für möglich und empfiehlt im Gespräch mit Radio Wien, bei kreisenden Tieren ruhig zu bleiben.

Lödl erklärte dem Sender, die Stärke der Wespensaison hänge vor allem davon ab, ob die Tiere im Frühling gute Nester bauen konnten. „Bei den Wespen ist es so, dass es vor allem davon abhängt, ob sie am Anfang des Jahres im Frühling gute Stöcke bilden können, ob da das Wetter gut ist. Die Aktivität ist nur viel höher, wenn es heiß ist", sagte er gegenüber Radio Wien. Damit sei die Grundlage für rege Wespenaktivität bereits gelegt.

Wetter als Treiber der Wespenaktivität

Um tatsächlich viele Tiere im Sommer zu sehen, müsse dann „nur noch" das Wetter passen, so der Experte weiter. In Österreich war es in den vergangenen Wochen außergewöhnlich heiß. Wie etwa in den vergangenen beiden Wochen, wo sogar erstmals im Juni die 40-Grad-Marke geknackt wurde. Diese Temperaturen begünstigten zusätzlich die Aktivität der Insekten.