Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev haben am Dienstag in Berlin eine engere Zusammenarbeit im Energiebereich vereinbart, die deutlich höhere Gaslieferungen aus Aserbaidschan nach Deutschland vorsieht.

Bislang ist eine jährliche Lieferung von 1,5 Milliarden Kubikmetern vereinbart. Seit Anfang des Jahres fließt aserbaidschanische Gas nach Deutschland. Bei dem Treffen im Bundeskanzleramt ging es nun darum, diese Menge spürbar zu steigern. Aserbaidschan sei eines der wenigen Länder in der Region mit einem Energie-Überschuss, sagte Merz.

Der Kanzler unterstrich die strategische Bedeutung der Kooperation. Er sei deshalb ein „interessantes Partnerland“, um die Energieversorgung in Deutschland sicherzustellen. „Seitdem wir vor viereinhalb Jahren die Gaslieferungen aus Russland gestoppt haben, suchen wir natürlich nach neuen Bezugsquellen – und hier spielt Aserbaidschan eine wichtige Rolle“, sagte Merz in Berlin. Bundeskanzler Merz sagte in Berlin, er habe mit Präsident Alijew die Möglichkeiten erörtert.