Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune haben am Donnerstag in Berlin angekündigt, den Bau einer Wasserstoff-Pipeline zwischen Deutschland und Algerien voranzutreiben.
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin sprachen Merz und Tebboune über das Vorhaben, das nach Angaben beider Seiten als gemeinsames Großprojekt gelten soll. Tebboune bezeichnete den sogenannten "südlichen H2-Korridor" als "Leuchtturmprojekt, welches eine wichtige Rolle für erneuerbare Energien und deren Ausbau spielt". Ziel des Projektes ist es, künftig Wasserstoffimporte per Pipeline aus Algerien und Tunesien nach Italien, Österreich und Deutschland zu ermöglichen.
Nach den Worten von Merz wird Deutschland dabei nicht allein aktiv. "Gemeinsam mit Italien werde an dem Projekt gearbeitet", sagte der Bundeskanzler. Damit ist Italien als dritter Partner in das Vorhaben eingebunden, das perspektivisch den Energietransport über das Mittelmeer bis nach Mitteleuropa sichern soll.
