Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) will Bundeskanzler Friedrich Merz die Nachfolge zügig klären und kündigte für die kommenden Tage Gespräche mit CSU-Chef Markus Söder an.

Im ZDF-Sommerinterview am Sonntag erklärte Merz, die Unionsfraktion sei notfalls arbeitsfähig, ein Vorschlag zur Nachfolge solle aber „relativ bald" kommen. „Die Fraktion ist, wenn notwendig, arbeitsfähig. Wir werden in den Parteigremien in den nächsten Tagen darüber sprechen und wir werden relativ bald einen Vorschlag machen, aber es drängt uns jetzt die Zeit nicht", sagte der CDU-Vorsitzende. Gleichzeitig verwies er auf die parlamentarische Sommerpause, in der die Fraktionen bis Anfang September sitzungsfrei hätten.

Merz will Vorschlag „relativ bald" vorlegen

Merz betonte, dass das Format für die Klärung der Nachfolgefrage in den nächsten Tagen in der Fraktion besprochen werden müsse. „Das müssen wir besprechen. Das ist … eine Frage, die wir jetzt in aller Ruhe in den nächsten Tagen in der Fraktion besprechen werden", sagte der Kanzler. Damit zeichnet sich ab, dass die Unionsfraktion den Wechsel an der Spitze zwar beschleunigen, aber zunächst im parteiinternen Rahmen vorbereiten will.