Das Osloer Amtsgericht hat Marius Borg Høiby am Montagvormittag wegen Vergewaltigung in zwei von vier Anklagepunkten, Körperverletzung, Bedrohung und zahlreichen weiteren Delikten zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt; das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Schuldspruch im Überblick

Wegen Vergewaltigung wurde Marius Borg Høiby zu vier Jahren Haft verurteilt, wie ein Gericht in Oslo heute Vormittag verkündete. Der 29-Jährige, ältester Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, nahm aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich an der Urteilsverkündung teil und verfolgte die Verlesung per Videoschaltung aus der Untersuchungshaft. Richter Jon Sverdrup Efjestad verkündete den Schuldspruch kurz nach 8:30 Uhr, norwegische Medien übertrugen live.

Die Anklage hatte zum Ende des Prozesses sieben Jahre und sieben Monate Haft für den royalen Ziehsohn gefordert. Die Verteidigung um die Anwälte Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs hatte dagegen auf eineinhalb Jahre Haft für die Straftaten plädiert, die der Norweger eingeräumt hat. In Bezug auf die schwersten Anklagen – die Vergewaltigungsvorwürfe – forderten die Verteidiger einen Freispruch.