Dresden, 16 Juli 2026

Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach ihrer Auslieferung aus Tschechien in Sachsen inhaftiert und vom Frauengefängnis Chemnitz in die Justizvollzugsanstalt Zeithain im Landkreis Meißen verlegt worden, wie das sächsische Justizministerium am Donnerstag in Dresden mitteilte.

Verlegung noch am Abend

Liebich war am Dienstag auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls an die deutsche Bundespolizei an der A17 bei Breitenau in Sachsen übergeben worden. Zunächst brachten die Behörden sie in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz, das Frauengefängnis, das ihrem gemeldeten Wohnsitz am nächsten liegt. Von dort sei sie noch am Abend in die Männerhaftanstalt Zeithain verlegt worden, erklärte das Ministerium.

Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU) begrüßte die Entscheidung ausdrücklich. Es sei „Gut, dass die JVA schnell Klarheit geschaffen und sich nicht auf Inszenierungen eingelassen hat“, sagte Geiert laut Ministerium. Die Verlegung sei „auch eine Entscheidung zu Gunsten der Sicherheit der Frauen im Justizvollzug in Chemnitz“.

Sachsens Justizministerin lobt Entscheidung

Die Leitung des Frauengefängnisses in Chemnitz habe „nach Abwägung aller maßgeblichen Aspekte des Einzelfalls“ entschieden, dass Liebich die Haftstrafe im Männervollzug verbüßen solle. Vorausgegangen sei ein Gespräch zwischen der Anstaltsleitung und der Inhaftierten. Auch das sächsische Justizministerium verwies auf die Sicherheit der weiblichen Gefangenen in Chemnitz als zentralen Beweggrund.