Chemnitz, 16 Juli 2026

Nach ihrer Auslieferung aus Tschechien ist die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich am Mittwoch zunächst in das Frauengefängnis Chemnitz gebracht und noch am selben Tag in die Justizvollzugsanstalt Zeithain im Landkreis Meißen verlegt worden, wo sie ihre Haftstrafe in einer Männeranstalt antreten soll.

Entscheidung der Anstaltsleitung

Wie das sächsische Justizministerium der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, hatte die Anstaltsleitung im Frauengefängnis Chemnitz entschieden, dass Liebich ihre Strafe in einem Männergefängnis absitzen soll. Zuvor war die 1970 in Merseburg im Saalekreis geborene Person am Mittwoch aus der Tschechischen Republik nach Deutschland ausgeliefert worden. Nach Angaben des Ministeriums erfolgte die Entscheidung nach einem Gespräch mit Liebich und einer Untersuchung, wobei auch Aspekte der Sicherheit der Frauen in der Chemnitzer Einrichtung abgewogen wurden.

Die Verlegung erfolgte demnach noch am Ankunftstag in die JVA Zeithain im Landkreis Meißen. Die sächsische Justizministerin Constanze Geiert (CDU) begrüßte die Entscheidung der Vollzugsanstalt. „Gut, dass die JVA schnell Klarheit geschaffen und sich nicht auf Inszenierungen eingelassen hat", erklärte Geiert. Aus Sicht des Ministeriums habe die JVA damit zügig eine klare Linie gefunden.