Die Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist am Mittwoch aus Tschechien an Deutschland ausgeliefert worden und im Frauengefängnis in Chemnitz eingetroffen, wo sie eine Strafe von eineinhalb Jahren verbüßen soll.

Die tschechische Polizei hatte am Morgen mitgeteilt, dass sie Liebich auf der Grundlage eines Auslieferungsbeschlusses eines tschechischen Gerichts nach Deutschland gebracht habe. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt sagte, traf die 55-Jährige am Mittwoch im Frauengefängnis im sächsischen Chemnitz ein. Die Bundespolizei übernahm die Verurteilte an der A17 bei Breitenau in Sachsen.

Der Konvoi mit der deutschen Extremistin habe "die Grenze überquert", erklärte die tschechische Polizei im Onlinedienst X. Sie werde "offiziell an die deutschen Kollegen übergeben". Wie der leitende Oberstaatsanwalt Dennis Cernota der Nachrichtenagentur dpa sagte, habe Liebich "voll kooperiert", es habe "keine besonderen Vorkommnisse" gegeben.