Das Oberlandesgericht Düsseldorf wird am Montag das Urteil gegen den 36-jährigen Syrer Mahmoud M. verkünden, der im Mai 2025 vor einer Bar in Bielefeld vier Menschen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben soll.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vierfachen versuchten Mord vor und hat die Höchststrafe beantragt: lebenslange Freiheitsstrafe, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung plädierte auf eine zwölfjährige Haftstrafe und verwies auf die schwierige Kindheit des Mannes sowie eine von einem psychiatrischen Sachverständigen attestierte Depression.
Der Tatablauf in der Mainacht
Der Angriff ereignete sich in der Nacht im Mai 2025 vor einer Bar in Bielefeld. Unter den Feiernden befanden sich zahlreiche Fans des Fußballvereins Arminia Bielefeld. Der Täter soll während der Attacke „Allahu akbar“ gerufen haben. Vier Menschen erlitten lebensgefährliche Stichverletzungen und leiden nach ihren Zeugenaussagen vor Gericht bis heute unter den Folgen.
