Ein 22-jähriger Syrer ist am Berliner Landgericht wegen der Vorbereitung eines schweren staatsgefährdenden Gewaltakts zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.
Hintergrund: Radikalisierung im Netz
Die Vorsitzende Richterin Susann Wettley erklärte, der Angeklagte sei fest entschlossen gewesen, einen Anschlag zu verüben. Wörtlich sagte sie: „Er war fest entschlossen, einen Anschlag zu verüben." Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann aus einer radikal-islamistischen Überzeugung heraus handelte und seit mindestens März 2025 einen Anschlag erwog.
Nach den Feststellungen des Gerichts plante er, in Berlin Juden sowie Menschen zu töten, die er als „Ungläubige" bezeichnete. Er wollte zunächst mit einem Messer möglichst viele jüdische Personen und Nichtmuslime töten und anschließend einen Selbstmordanschlag mit einem Sprenggürtel verüben. Das Ziel war ein Ort, an dem sich möglichst viele jüdische Menschen aufhalten – laut Gericht dachte er an ein Restaurant oder eine Bar.
