Ein Ausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags hat sich am Dienstag mit dem geplanten Einstieg des US-Unternehmens Lyten bei der insolventen Northvolt-Baustelle nahe Heide befasst, während Wirtschafts- und Oppositionspolitiker eine belastbare Entscheidungsgrundlage anmahnten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll Lyten für den Standort rund 60 Millionen Euro zahlen. Der etwa 100 Hektar große Bauplatz mit Baurecht war nach der Northvolt-Insolvenz von Gutachtern auf mindestens 11 Millionen Euro taxiert worden. Northvolt hatte dort ursprünglich eine Batteriefabrik mit 3.000 Arbeitsplätzen geplant. Lyten-Chef Dan Cook hatte bereits im März nach einem Besuch der Landesregierung in Kiel angekündigt, zunächst etwa 1.000 Stellen schaffen zu wollen – deutlich weniger als ursprünglich vorgesehen.

Das US-Unternehmen hatte Ende Februar bereits den insolventen schwedischen Teil von Northvolt übernommen, einschließlich der Hauptfabrik in Skellefteå und des Entwicklungszentrums in Västerås. Nun unterzeichnete Lyten eine Absichtserklärung mit der KfW, der Northvolt Drei Project GmbH und deren Gesellschafterin LG Batterie GmbH, um Kosten für die Erhaltung und Sicherung der Vermögenswerte einschließlich der Personalkosten der deutschen Tochter zu übernehmen.