Chemnitz, 05 Juni 2026

Das Landgericht Chemnitz hat am Freitag einen 38-jährigen afghanischen Staatsangehörigen wegen Mordes an seiner Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und zugleich eine besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Das Urteil wurde am Landgericht Chemnitz unter dem Vorsitz von Richter Janko Ehrlich verkündet, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte seine Frau im September 2025 in Chemnitz getötet hatte. Wegen der festgestellten besonderen Schwere der Schuld ist eine vorzeitige Haftentlassung nahezu ausgeschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann mit der Revision angefochten werden.

Nach den Feststellungen des Gerichts schlug der Mann seine Frau mit der stumpfen Seite eines Fleischerbeils mit großer Wucht auf Kopf, Hals und Oberkörper. Das Tatwerkzeug wurde sichergestellt. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde nach einer Auseinandersetzung in ein Krankenhaus gebracht, wo sie kurze Zeit später ihren Verletzungen erlag. Augenzeugen hatten den Notruf gewählt.