St. Pölten, 15 Juni 2026

Die FPÖ Niederösterreich und die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher (AUF) haben am Montag scharfe Kritik am geplanten neuen Dienstzeitmodell (DZM) für die Polizei geübt und vor finanziellen Einbußen für die Beamten gewarnt.

Reformpläne und Kritik

Die Reform sieht nach Angaben der Kritiker unter anderem eine Reduktion von Journaldiensten sowie Änderungen an den bestehenden 24-Stunden-Diensten vor. Ein erheblicher Teil des Einkommens vieler Beamter besteht aus Journaldienst-, Gefahren- und Wachdienstzulagen, wie die AUF betonte. Eine interne Berechnung, die AUF-Landesvorsitzende Irene Eisenhut vorlegte, kommt für einen durchschnittlichen Beamten auf einen möglichen Brutto-Verlust von mehr als 900 Euro.

FPÖ-Landesparteichef Udo Landbauer sprach von einem „Frontalangriff auf die Polizei“ und warf Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) vor, auf Kosten der Exekutive zu sparen. „Es ist ein Frontalangriff auf die Polizisten“, sagte Landbauer. Die Reform sei „in Wahrheit ein Schlag ins Gesicht für alle, die jeden Tag für die Sicherheit der Österreicher sorgen“. Landbauer kündigte an, die Kritik am neuen Dienstzeitmodell weiterhin öffentlich zu adressieren, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben.