Berlin, 02 Juli 2026
Die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD will nach Beschlüssen des Koalitionsausschusses die Regeln für Krankschreibungen von Beschäftigten deutlich verschärfen und unter anderem die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abschaffen.
Angesichts hoher Fehlzeiten in Unternehmen sollen die Regeln für Krankschreibungen von Beschäftigten nach Plänen der schwarz-roten Koalition verschärft werden. „Die Koalition will jetzt mit zwei Änderungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegensteuern“, wie Union und SPD nach Beschlüssen des Koalitionsausschusses mitteilten.
Hintergrund: Von der Pandemieregelung zur Dauereinrichtung
Konkret soll zum einen die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen abgeschafft werden. Diese Regelung war während der Corona-Pandemie als Sonderregelung eingeführt worden, um Ansteckungen in Arztpraxen zu vermeiden. „Seit Ende 2023 können Patientinnen und Patienten damit auch ohne Praxisbesuch eine Arbeitsunfähigkeit feststellen lassen“, erklärten die Koalitionspartner. Geregelt ist dies in einer Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken.
