Lima, 04 Juli 2026
Die konservative Politikerin Keiko Fujimori ist nach der Stichwahl vom 7. Juni von der peruanischen Wahlbehörde zur neuen Präsidentin des Landes erklärt worden und tritt am 28. Juli ihr Amt an.
Der Vorsprung war denkbar knapp: Fujimori erhielt nach Angaben der Wahlbehörde 50,1 Prozent der Stimmen, ihr linksgerichteter Konkurrent Roberto Sanchez kam auf 49,9 Prozent. Der Unterschied entsprach rund 50.000 Stimmen bei insgesamt etwa 18 Millionen abgegebenen Voten. „Dies ist der Beginn einer neuen Phase“, erklärte Fujimori nach der Bekanntgabe. „Wir nehmen sie mit Verantwortung, Demut und einem tiefen Pflichtgefühl an.“
Der Chef der Wahlkommission, Roberto Burneo, sagte am Freitag bei einer Zeremonie in Lima: „Ich erkläre Frau Keiko Sofia Fujimori Higuchi zur Präsidentin der Republik.“ Fujimori kündigte ihrerseits den „Beginn eines neuen Kapitels“ in der Geschichte Perus an. Ihr unterlegener Gegner Sanchez, der als politischer Erbe des gestürzten linken Pedro Castillo gilt, kündigte an, Fujimoris Regierung nicht anzuerkennen.
Politisches Erbe einer umstrittenen Dynastie
Für die 51-jährige Politikerin ist es die vierte Präsidentschaftskandidatur – dreimal zuvor war sie gescheitert. Fujimori wurde im Alter von 19 Jahren First Lady, als ihr Vater Alberto Fujimori das Präsidentenamt innehatte. Der frühere Präsident regierte Peru von 1990 bis 2000 und gilt im Land bis heute als äußerst umstrittene Persönlichkeit.
