Lima, 08 Juni 2026

Bei der Präsidentenstichwahl in Peru lag Keiko Fujimori nach vorläufiger Auszählung von mehr als 45 Prozent der Stimmen knapp vor dem linken Herausforderer Roberto Sánchez.

Wie Wahlbehörde in der Nacht zum Montag (Ortszeit) mitteilte, kam Fujimori am Sonntagabend auf rund 53 Prozent. Auf ihren linken Herausforderer Roberto Sánchez entfielen 47 Prozent. Zwei Exit-Polls der Institute Ipsos und Daum hatten Fujimori unmittelbar nach Schließung der Wahllokale nur mit einem hauchdünnen Vorsprung gesehen.

Mehr als 27 Millionen Peruaner waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Dem Land mit rund 35 Millionen Einwohnern steht damit eine politische Richtungsentscheidung bevor, deren Ausgang laut Analysten die tiefe Spaltung der Gesellschaft widerspiegelt. Der Analyst Paulo Vilca vom Institut für Peru-Studien (IEP) sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Dieses Ergebnis spiegele die Spaltung des Landes wider." Es zeige zugleich, "dass keine politische Kraft eine Vormachtstellung einnimmt".